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Der Grüne Star (Glaukom) ist eine der häufigsten

Erblindungsursachen in Deutschland.

Das Tückische an dieser Erkrankung ist, dass sie schmerzfrei verläuft und erst bemerkt wird, wenn der Schaden bereits stark fortgeschritten ist. Wird ein Glaukom (Grüner Star) jedoch rechtzeitig erkannt und behandelt, kann das Sehvermögen bewahrt werden. Deshalb ist die regelmäßige Kontrolle und Vorsorge durch den Augenarzt entscheidend.

Die Ursachen für den Grünen Star

Hauptursache des Glaukoms ist ein erhöhter Augeninnendruck, der langsam die empfindlichen Sehnerven zerstört. Das heißt, wenn der Augeninnedruck größer ist als der der Blutgefäße und Sehnerven in der Netzhaut, dann drückt dieser die Sehnerven und Blutgefäße ab und das Auge wird nicht mehr ordnungsgemäß durchblutet.

Sehr lange Zeit kann das Gehirn des Patienten die Schäden am gesehenen Bild jedoch noch ausgleichen, Der Patient erblindet so in einem langsam schleichenden Prozess, ohne es selbst zu bemerken.

Begünstigende Faktoren sind außerdem:

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Allgemeinerkrankungen wie z. B. Diabetes mellitus
  • niedriger Blutdruck
  • chronisch hoher Blutdruck
  • Autoimmunerkrankungen
  • starke Entzündungen
  • langjährige Kortisonbehandlung
  • Medikamente
  • starke Kurz- oder Weitsichtigkeit
  • starkes Rauchen
  • starke Sonneneinstrahlung

Die Symptome beim Grünen Star

Meist bleibt die Krankheit unentdeckt, da Patienten meistens das eigene Sehen an der zentralen Sehschärfe festmachen – nicht aber an ihrem Umfeldsehen.

Erst wenn die Schäden im Gesichtsfeld so groß sind, dass das zentrale Sehen betroffen ist, merken die meisten Patienten, dass etwas nicht stimmt und suchen ihren Augenarzt auf. Leider ist es dann schon zu spät, weil die vorhandenen Schäden an den Sehnerven nicht mehr rückgängig gemacht werden können.

Etwas anders sieht es beim „Glaukom Anfall“ aus, der durch einen plötzlichen und dramatischen Druckanstieg im Auge ausgelöst wird. Dabei  wird das Auge nicht mehr mit dem nötigen Sauerstoff- und Nährstoffbedarf versorgt und die Blutversorgung des Auges wird unterbrochen. Anzeichen für einen „Glaukom Anfall“ können Übelkeit, Erbrechen und starke Kopfschmerzen sein. In diesem Fall sollten Sie so schnell wie möglich zum Augenarzt.

Tunnelblick Grüner Star Vision100 Die AUgenärzte

Typisch für den Grünen Star sind Gesichtsfeldausfälle („Tunnelblick“).

Behandlung und Früherkennung des Grünen Star

 

Nur der Augenarzt kann mit speziellen Untersuchungen diese Schäden sichtbar machen. So kann eine Sehnerv-Tomographie bereits im Frühstadium Glaukomschäden entdecken – lange bevor man mit einer Gesichtsfeldanalyse Auffälligkeiten bemerken würde. Die Sehnerv-Tomographie ist absolut schmerzfrei und ermöglicht eine sichere Glaukom-Diagnose viele Jahre vor dem Auftreten von Beschwerden.

Ansonsten steht an erster Stelle eine medikamentöse Behandlung, die den Augeninnendruck senken soll. Erreicht man durch die Gabe von Augentropfen keine zufriedenstellende Drucksenkung, ist eine Operation erforderlich. Ebenso wie bei der frühkindlichen Form des Grünen Star.

Wichtig ist: Jede Behandlung kann nur bewahren was an Sehvermögen noch vorhanden ist.

Selbst eine Operation kann die alte Sehleistung dann nicht mehr wiederherstellen.

Welche Operationsmöglichkeiten gibt es

Haben Medikamente, den Augeninnendruck nicht wie gewünscht senken können, bleibt eine Operation nicht aus und es muss ein operativer Eingriff durchgeführt werden. Die Medikamentenbehandlung kann aber auch mit der operativen Behandlung kombiniert werden, um entsprechenden Erfolg zu erzielen.

Selektive Laser Trabekuloplastik

Wird ein beginnendes Glaukom diagnostiziert, auch grüner Star genannt, wird dieser meist mit Glaukommedikamenten behandelt die  täglich verabreicht werden müssen. Dabei treten aber auch oft unerwünschte Nebenwirkungen bei den Patienten auf, oder erzielen einfach nicht den gewünschten Erfolg. Auch die Handhabung der Glaukommedikamente, stellt für einige Patientengruppen eine besondere Herausforderung dar, da diese sich in einem Alter befinden, indem es oft nicht mehr möglich ist, sich entsprechende Medikamente selbst zu verabreichen.

Die Selektive Lasertrabekuloplastik, kurz SLT genannt, bietet hier eine besonders schonende und sehr wirksame Laserbehandlung, die den Augeninnendruck schnell um bis zu 25% bei 85% der Patienten senken kann.

Weitere Informationen dazu finden Sie hier:

Laserbehandlung

Zyklophoto- / Zyklokryokoagulation

Wenn sich im Bereich des Punktes an dem die Augenlinste aufgehängt ist zu viel Augenwasser gebildet hat, müssen die Augenwasserbildenden Zillarkörperanteile zerstört werden, da zu viel  Kammerwasser produziert wird und der Augendruck stark angestiegen ist.

Dabei können zwei verschiedene Behandlungsmethoden zu Einsatz kommen:

Die Zyklophotokoagulation, dabei werden die Zillakörperanteile mittels energiereichem Licht verkocht und die

Zyklokryokoagulation, dabei werden die Zillarkörperanteile mittels eines Kältestiftes zerstört.

Beide Verfahren zur Behandlung des Grünen Stars werden bei Sekundärglaukom und bei anderen Glaukomformen angewendet, bei denen andere Operationen erfolglos sind.

Die Wirkung der Zyklophotokagulation lässt allerdings nicht selten nach einiger Zeit wieder nach, da sich die Zellen des Ziliarkörpers regenerieren. Deshalb kann die mehrmalige Wiederholung dieses Eingriffes nötig und sinnvoll sein.

Iridektomie und Laser-Iridotomie

Auslöser des Engwinkelglaukoms (seltene Form des grünen Stars) ist eine zu große Menge an  Kammerwasser im Augeninneren. Geschieht die Ansammlung von Kammerwasser plötzlich und schnell, spricht von einem Glaukomanfall.

Dieser Glaukomanfall stellt einen Notfall dar und muss schnellstmöglich behandelt werden, damit keine bleibenden Schäden des Auges entstehen!

Zwischen Iris (Regenbogenhaut) und der Hornhaut ist im Kammerwinkel zu wenig Platz und das Kammerwasser kann nicht ungehindert fließen. Je nach Stärke der Regenbogenhaut und wie geweitet die Pupillen sind, kann sich der Abstand dazwischen erweitern oder verengen.

Verengt sich dieser, kann dieser Engpass mittels YAG-Laser beseitig werden. Hierbei spricht man von der Laser-Iridotomie, dabei wird ein kleines Loch in die Regenbogenhaut (Iris) gestanzt. Das Augenwasser kann dann wieder durch dieses Loch direkt aus der hinteren in die vordere Augenkammer fließen.

Bei der Iridektomie wird das Loch nicht per Laser gestanzt, sondern mit einem besonders feinen Messer.

Dieser kurze Eingriff zur Behandlung des Grünen Stars erfolgt unter lokaler Augenbetäubung.